Zwei neue Modelle
Wie der Kanal Last Week in AI berichtet, bringen OpenAI und Anthropic mehr Leistung in ihre Modelle für häufige Aufgaben. In Folge 259, aufgenommen am 30. September 2026, besprechen Andrey Kurenkov und Jeremie Harris GPT-6.1 Sol und Claude Sonnet 5.5 gemeinsam. Dabei geht es vor allem darum, wie viel nützliche Arbeit ein Modell für seinen Preis erledigt.
OpenAI stellte GPT-6.1 Sol am 29. September vor. Der Kanal beschreibt ein Modell, das sich bei wichtigen Aufgaben GPT-6 Astra nähert und etwa ein Fünftel von dessen regulären Tokenpreisen kostet. Token sind kleine Textbausteine, die ein Modell verarbeitet oder ausgibt. Bei Agenten mit vielen Arbeitsschritten summieren sich diese Kosten.

Was Sonnet 5.5 verändert
Anthropic veröffentlichte Sonnet 5.5 am 28. September. Der Kanal hebt eine gegenüber Sonnet 5 um mehr als 30% schnellere Ausgabe und bei den meisten Arbeiten bis zu 30% geringere Aufgabenkosten hervor. Die Ersparnis entsteht durch weniger benötigte Token, nicht durch eine pauschale Senkung der regulären Tokenpreise.
Die Startunterlagen nennen für Sol und Sonnet 5.5 jeweils 2 Dollar pro Million Eingabe-Token und 10 Dollar pro Million Ausgabe-Token. Bereits zwischengespeicherte Eingaben kosten 0,10 Dollar pro Million Token. Dieser Zwischenspeicher erlaubt die Wiederverwendung bereits verarbeiteter Inhalte. Im Podcast geht es darum, wie sich wiederholte Programmier- und Büroaufgaben dadurch günstiger erledigen lassen.

Programmierergebnisse und Betriebskosten
Kurenkov und Harris sprechen auch über Sonnet-Tests, in denen das Modell Opus 5.5 übertreffen kann. Sie beziehen die Arbeitsweise des Agenten und den eingesetzten Rechenaufwand in den Vergleich ein. Der Kanal unterscheidet die gemessenen Aufgaben von der Erfahrung eines ganzen Arbeitstags mit einem Modell.
Außerdem verbindet die Diskussion sinkende Ausführungskosten mit dem Betrieb von KI-Diensten. Ein günstigeres, leistungsfähiges Modell kann einem Anbieter mehr Anfragen innerhalb desselben Abonnements ermöglichen. Beide Veröffentlichungen zeigen dieselbe Produktrichtung: stärkere Fähigkeiten für häufige Aufgaben, neben teureren Modellen für anspruchsvolle Arbeit.



